Externe Vorauswahl der Flurstückliste¶
Die Flurstückliste kann aus externen Anwendungen heraus mit einer vorgegebenen Menge von Flurstückschlüsseln (FSK) aufgerufen werden. Die Liste zeigt dann nur die übergebenen Flurstücke an. Sachbearbeiter können anschließend innerhalb dieser Vorauswahl weiter suchen, filtern und exportieren.
Es stehen zwei Übergabewege zur Verfügung:
| Weg | Methode | Max. Schlüssel |
|---|---|---|
| URL-Parameter | GET – Schlüssel direkt in der URL | 50 |
| POST-Endpunkt | POST an /flurstuecke/preselect |
500 |
URL-Parameter ?keys=¶
Die Flurstückliste wird mit dem URL-Parameter keys aufgerufen. Der Wert ist eine kommagetrennte Liste von Flurstückschlüsseln:
https://[anwendung]/flurstuecke?keys=FSK1,FSK2,FSK3
Beispiel:
https://portal.musterstadt.de/flurstuecke?keys=081250001000100,081250001000200,081250001000300
Der Parameter ist in der Browser-URL sichtbar und bleibt beim Neuladen der Seite erhalten.
Regeln:
- Maximale Anzahl: 50 Schlüssel – bei Überschreitung werden nur die ersten 50 verwendet
- Leerzeichen um Kommas werden automatisch entfernt
- Leere Einträge (z. B. durch doppelte Kommas) werden ignoriert
- Doppelte Schlüssel werden dedupliziert
POST-Endpunkt /flurstuecke/preselect¶
Für größere Mengen steht ein POST-Endpunkt zur Verfügung. Die Schlüssel werden serverseitig in der Session zwischengespeichert; der Browser wird danach automatisch auf die Flurstückliste weitergeleitet. Die Schlüssel erscheinen nicht in der URL.
Endpunkt: POST /flurstuecke/preselect
Request-Body: keys[]-Felder, eines pro Schlüssel.
Beispiel als HTML-Formular:
<form method="POST" action="https://portal.musterstadt.de/flurstuecke/preselect">
<input type="hidden" name="_token" value="[CSRF-Token]">
<input type="hidden" name="keys[]" value="081250001000100">
<input type="hidden" name="keys[]" value="081250001000200">
<input type="hidden" name="keys[]" value="081250001000300">
<button type="submit">In Flurstückliste öffnen</button>
</form>
Regeln:
- Maximale Anzahl: 500 Schlüssel
- Jeder Schlüssel darf maximal 50 Zeichen lang sein
- Leerzeichen werden automatisch entfernt, leere Schlüssel ignoriert
- Ein leerer Array führt zur Weiterleitung ohne Vorfilterung
Authentifizierung: Der Endpunkt erfordert eine aktive Anmeldesession. Nicht eingeloggte Nutzer werden auf die Anmeldeseite weitergeleitet; Nutzer ohne Flurstücklisten-Berechtigung erhalten 403 Forbidden. Für den CSRF-Schutz muss ein gültiger CSRF-Token als _token-Feld oder X-CSRF-TOKEN-Header übergeben werden.
Kombination beider Wege¶
Sind gleichzeitig URL-Parameter (?keys=) und Session-Schlüssel aus einem vorherigen POST aktiv, werden beide Mengen zusammengeführt und dedupliziert. Das Ergebnis ist die Vereinigung beider Listen.
Verhalten in der Flurstückliste¶
Filterung — Die Vorauswahl wirkt als zusätzlicher Vorfilter. Die regulären Suchfilter (Gemarkung, Eigentümer, Lage usw.) können weiterhin auf die vorgefilterte Menge angewendet werden.
Exporte und WebOffice — Alle Exportaktionen und „In WebOffice öffnen" arbeiten auf der Schnittmenge aus Vorauswahl und aktiven Suchfiltern.
Gespeicherte Ansichten — URL-Parameter (?keys=) werden beim Speichern einer Ansicht mitgespeichert. Session-basierte Schlüssel (POST-Weg) werden nicht gespeichert, da sie einmalig sind.
Typische Integrations-Szenarien¶
Fachverfahren mit direktem Link — Ein kommunales Fachverfahren (z. B. Baulastenverzeichnis, Bauleitplanung) kennt die betroffenen Flurstückschlüssel und stellt einen Link bereit, der die Flurstückliste direkt gefiltert öffnet. Sachbearbeiter klicken den Link und sehen sofort nur die relevanten Flurstücke.
GIS-System mit Formular-POST — Ein GIS-System erlaubt die Auswahl mehrerer Flurstücke auf der Karte. Nach der Auswahl schickt das GIS einen POST-Request mit den ausgewählten Schlüsseln und leitet den Sachbearbeiter automatisch in die gefilterte Flurstückliste weiter. Da GIS-Systeme häufig mehr als 50 Flurstücke selektieren, ist hier der POST-Weg vorzuziehen.
Hinweise¶
Schlüsselformat — Die übergebenen Schlüssel müssen dem Flurstückskennzeichen (FSK) im ALKIS-Datenbestand exakt entsprechen. Nicht vorhandene Schlüssel werden stillschweigend ignoriert.
Session-Schlüssel sind einmalig — Session-basierte Schlüssel (POST-Weg) stehen nur für den unmittelbar folgenden Seitenaufruf zur Verfügung. Wird die Seite neu geladen, entfällt die Vorfilterung. URL-Parameter bleiben beim Neuladen erhalten.
Kein UI-Hinweis — Die Flurstückliste zeigt keinen gesonderten Hinweis auf eine aktive Vorauswahl. Sachbearbeiter erkennen die Vorfilterung daran, dass die Tabelle weniger Einträge als üblich enthält; URL-Parameter sind in der Adressleiste sichtbar.